MERKMALE


PX-1 ist ein Warenwirtschaftssystem, welches speziell für Handelshäuser entwickelt wurde, die nennenswert im Export oder Import engagiert sind.

1. Geschäftsabwicklung

Die Geschäftsabläufe werden nach Worflow-Prinzipien geführt. Eine spezielle grafische Benutzeroberfläche erhöht dabei die Übersichtlichkeit ganz erheblich.

Es wird zwischen Lagergeschäften und Streckengeschäften unterschieden. Damit kann der Spezifik bei der Abwicklung dieser Geschäftsarten durchgehend entsprochen werden. Besonders die Abwicklung eines Streckengeschäfts stellt mitunter eine Herausforderung dar, denn es können etliche Belegarten an einem Geschäft beteiligt sein wie zum Beispiel:
- Kundenanfrage,
- Anfragen an Lieferanten,
- Angebote von Lieferanten, Angebote an den Kunden,
- Kundenauftrag, Aufträge an Lieferanten,
- Lieferscheine und Rechnungen an den Kunden,
- Packlisten, Transportaufträge etc.

Per Mausklick werden exakt alle zum Vorgang gehörigen Belege zusammenhängend dargestellt und zur Bearbeitung angeboten.

Zur Vorbereitung des eigentlichen Geschäfts verwaltet PX-1 Lieferanten-Angebote und unterstützt den Vergleich zwischen ihnen.

Die Rückstandsauswertung erfolgt wahlweise konkret zu den einzelnen Vorgängen oder nach verschiedenen Kriterien wie Lieferanten, Warengruppen, Terminen etc.

In einer Projektebene können Rahmenkontrakte definiert werden. Der Bearbeitungsfortschritt wird jederzeit ausgewiesen.

PX-1 fertigt spezielle Dokumente wie z.B. Transportauftrag, Packliste und Ursprungszeugnis aus.

Auch für die im Export mitunter üblichen Sammelversendungen, die mehrere Aufträge und unterschiedliche Kunden betreffen können, werden Papiere zur Sendung erstellt.

Das Layout aller Belege (Auftragsbestätigung, Rechnung etc.) kann länderspezifisch oder sogar kundenspezifisch definiert werden.

Verschiffte Ware wird in einer Dampferliste ausgewiesen.

Die zolltechnisch korrekte Behandlung der Geschäfte ist gesichert. Das betrifft den Ausweis der Zolltarifnummern sowie des jeweiligen Ursprungslandes.
Die Daten aus den Vorgängen können an ATLAS übergeben werden.
Die innergemeinschaftlichen Geschäfte werden in der Intrastat ausgewiesen.

2. Stammdaten

Zu Kunden und Lieferanten können mehrere Adressen (für Auftrag, Rechnung, Lieferung) verwaltet werden. Außerdem lassen sich die Kontaktdaten aller relevanten Mitarbeiter speichern.

Bei Kunden vorhandene Filialnetze lassen sich abbilden, um die Anlieferung und ggf. Rechnungslegung zu organisieren.

Neben normalen Artikeln können Dienstleistungen und diverse Sonderzeilen, wie z.B. Frachtkosten und Versicherungskosten verwendet werden.

Zu jedem Artikel können verschiedene Umverpackungen definiert werden, in denen der Artikel gehandelt werden soll.

Für die Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel kann den Artikeln und deren Abpackeinheiten eine EAN-Nummer zugeordnet werden.

Für neu angefragten Artikel, die noch nicht im Stamm verzeichnet sind, muss nicht sofort ein Eintrag im Artikelstamm erfolgen. Bis es zum Auftrag kommt, kann mit einem Dummy gearbeitet werden.

Bei Bedarf kann das Handling von Ware mit Verwaltung von Chargennummern oder Seriennummern erfolgen.

3. Lagerorganisation

Das Mehrlagersystem gewährt einen Überblick, wo sich welche Ware gegenwärtig befindet.

Eine Disposition liefert eine Vorhersage der zukünftigen Lagerbestände auf Basis des aktuellen Lagerbestandes sowie von erfassten Kundenaufträgen sowie Bestellungen bei Lieferanten. Damit kann die termingerechte Bereitstellung von Ware gesichert werden.

Offene Zollläger können verwaltet werden. Dazu wurde PX-1 von der Zollverwaltung Berlin lizenziert.

In der Versandorganisation wird mit verschiedenen Spediteuren zusammengearbeitet. Transportaufträge können eingegeben oder aus Lieferscheinen abgeleitet werden.

Die Zusammenzustellung von Ware zur Auslieferung durch Kommissionierung kann in PX-1 abgebildet werden.

Durchgehen werden Gewicht und bei Bedarf auch Volumen berechnet und angezeigt.

Die Anzahl von Paletten und Containern kann in den Belegen ausgewiesen werden.

Bei Anwendung der Chargen-Verwaltung ist zu jeder Charge ein Bewegungsprotokoll verfügbar.

4. Preise und Kalkulation

Die Verwaltung von Preisen ist so ausgelegt, dass neben Preisstaffeln für Einkaufspreise und Verkaufspreise eine Preisermittlung für konkrete Geschäfte einfach erfolgen kann, denn das ist typisch für Unternehmen im Außenhandel. Zusätzlich können kundenspezifische, länderspezifische und mengenabhängige Preise kalkuliert und gespeichert werden, um nur einige zu nennen.

Die Preiskalkulation erfolgt immer in Zusammenhang mit einer konkreten Parität, die für das gegebene Geschäft vereinbart ist. Zum Beispiel kann ein Preis CIF Rio in USD exakt unter den Bedingungen des Bezugs der Ware aus Italien in EUR kalkuliert werden.

In die Kalkulation finden Nebenkosten (wie z.B. Transportkosten) Eingang. Aber auch die Währungskurse und die Kosten der Finanzierung werden berücksichtigt.
Die Kalkulation kann für jede Warenposition genauso vorgenommen werden, wie für den gesamten Beleg im Rahmen einer Mischkalkulation.

Die Nachkalkulation berücksichtigt alle Faktoren, die den tatsächlich erwirtschafteten Deckungsbeitrag beeinflusst haben.

5. Auswertungen

Leistungsfähige Informationssysteme können vielfältig parametrisiert werden und sind auf diese Weise in der Lage, eine extreme Vielzahl an verschiedenen Auswertungen zur Verfügung zu stellen.

Die Ergebnisse können als PDF oder in Form von EXCEL-Dateien ausgegeben werden.

Umsätze können Provisionsempfängern zugeordnet und dann zur Auswertung gebracht werden. Das gilt für Vertreter und für Mitarbeiter.

6. Abrechnung

Abgeschossene Rechnungen werden an die lokale oder externe Finanzbuchhaltung übergeben. Die Übergabe kann im Datev-Format erfolgen.

Wenn keine Finanzbuchhaltung angekoppelt ist, dann kann eine OP-Verwaltung verwendet werden. Die OP werden dann in der Regel aus einer externen Finanzbuchhaltung importiert. Sie können im Kontext zu Vorgängen oder Kunden bzw. Lieferanten angezeigt werden.
Die Ausnutzung von Kreditlimiten wird überwacht. Bei Bedarf kann eine Liefersperre ausgelöst werden.

Neben dem Lagerort werden auch die Besitzverhältnisse an der Ware verwaltet. Deshalb wird z.B. Lieferscheinware von Lieferanten im Lager bei der Berechnung der Eigenware im Lager nicht erfasst und somit auch nicht in der Bilanz erscheinen. Das erleichtert die Erstellung der Monatsabschlüsse ganz erheblich.

Die Geschäftstätigkeit kann in eine Kostenrechnung abgebildet werden.

7. Dokumente

Eine integrierte Dokumentenverwaltung ermöglicht es, an Stammdaten oder auch an Vorgänge Dokumente in beliebigen Formaten (PDF, EXEL, Word, JPG etc. „anzuheften“.

Diese stehen dann immer im Kontext zu den gerade in Bearbeitung befindlichen Vorgängen zur Ansicht oder Modifizierung bereit.

Das gilt auch für innerbetriebliche Vorlagen, wie ggf. für verschiedene Zwecke vorgefertigte betriebs-spezifische EXCEL-Tabellen.